Medizinische Dokumentationsassistenten
| Termin | Ausbildungsart | Standort |
|---|---|---|
| 09.08.2010 | Vollzeit | Oschatz |
Der Beruf
Medizinische Dokumentationsassistenten erfassen, sammeln, ordnen, speichern und werten medizinische Daten aus. Notwendig dazu sind Kenntnisse über den Ablauf des Krankenhausbetriebes, die Organisation des Gesundheitswesens sowie betriebswirtschaftliches Wissen. Der Medizinische Dokumentationsassistent muss flexibel und genau mit den unterschiedlichen Arbeitsweisen von Medizin, Statistik und Datenverarbeitung umgehen können.
Medizinische Dokumentationsassistenten haben vielfältige berufliche Möglichkeiten:
- Krankenhäuser
- Reha-Kliniken
- Ärztehäuser oder größeren Arztpraxen
- medizinisch - wissenschaftliche Institute
- pharmazeutische Industrie, Forschungsinstitute und Softwarehäuser
- Versicherungen und Krankenkassen
- Landes- und Bundeseinrichtungen des Gesundheitswesens
- Gesundheitsämter, überregionale Qualitätssicherungsstellen
- medizinische Fachbibliotheken
- Informations- und Dokumentationsstellen
- Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss
- gute Leistungen in Mathematik und der Informationsverarbeitung
- Interesse an Naturwissenschaften
- systematisches und logisches Denkvermögen
- Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit
- Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein
- Hauptwohnsitz Sachsen
- Anschreiben
- lückenloser, tabellarischer Lebenslauf (persönlich unterschrieben)
- einem beglaubigten Zeugnis
- zwei Lichtbilder
- frankierter und adressierter Rückumschlag (A4)
Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen und einem Eignungstest.
AusbildungsaufbauDie Vollzeitausbildung umfasst drei Jahre und enthält den allgemeinbildenden und den fachtheoretischen Unterricht sowie begleitende Praktika in entsprechenden Einrichtungen. Die Unterrichtszeit beträgt durchschnittlich 38 - 40 Stunden pro Woche. Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse, die zur Erfassung, Sammlung, Ordnung, Speicherung und Auswertung medizinischer Daten befähigt.
Dazu gehören insbesondere:
- gesetzliche Vorschriften im Gesundheitswesen
- formales Erfassen und inhaltliches Erschließen, Ordnen, Speichern, Recherchieren medizinischer und anderer wissenschaftlicher Daten nach festgelegten Prinzipien
- Klassifizieren von Diagnosen und Prozeduren
- Anwenden des Fallpauschalensystems
- Datenerfassung und -verwaltung
- Arbeit mit Datenbanken
- Entwerfen von Bildschirmmasken, Datenerfassungsbögen, Formularen
- Analysieren und Auswerten medizinischer und anderer wissenschaftlicher Daten mittels statistischer Verfahren
- Präsentieren, Schulen und Beraten
- fachbezogenes Englisch
Unterrichtsfächer:
- Deutsch
- Fachenglisch
- Ethik
- Gemeinschafts- und Wirtschaftskunde
- Literaturdokumentation
- Medizinische Dokumentation
- Medizincontrolling
- Klinische Studien
Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der Prüfung an unserer staatlich genehmigten Berufsfachschule, unter Aufsicht der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
„Staatlich geprüfte medizinische Dokumentationsassistentin“ bzw.
„Staatlich geprüfter medizinischer Dokumentationsassistent“.
- Wer die Ausbildung zum Medizinischen Dokumentationsassistenten im Schuljahr 2010/2011 beginnt, muss kein Schulgeld bezahlen.
- Die Förderung über BAföG ist möglich. Wenden Sie sich bitte an Ihr jeweiliges Amt für Ausbildungsförderung. Die Standorte aller Ämter finden unter www.das-neue-bafoeg.de.




